Ich brauche keine Hormone. Ich habe Hormone. Die Wechseljahre sind keine Zeit des Mangels. Sie sind eine Zeit der Neuordnung.

„Eigentlich geht es mir gar nicht schlecht. Aber ich habe keine Lust mehr, ständig für alle anderen da zu sein.“
Eine andere Frau sagt zu mir: „Ich weiß plötzlich nicht mehr, ob ich meinen Beruf überhaupt noch machen möchte.“
Und eine weitere sagt: „Früher habe ich vieles einfach hingenommen. Heute macht mich das wahnsinnig.“
Solche Sätze höre ich von Frauen, die mitten in einer Lebensphase stehen, in der sich vieles verändert. Der Körper verändert sich, die Hormone verändern sich und manchmal verändert sich gleichzeitig der Blick auf das eigene Leben.
Was, wenn nicht jede dieser Veränderungen ein Problem ist?
Was, wenn die Wechseljahre nicht nur etwas sind, das wir möglichst schnell wieder loswerden müssen?
Was, wenn sie uns auffordern, genauer hinzuschauen?
„Ich habe doch Hormone!“
Der Satz „Ich brauche keine Hormone. Ich habe Hormone“ bringt für mich einen wichtigen Gedanken auf den Punkt: Die Hormone verschwinden nicht einfach. Ihr Zusammenspiel verändert sich.
Und tatsächlich stimmt ein wichtiger Teil davon: Auch in den Wechseljahren hat Ihr Körper Hormone. Nur verändern sich ihre Mengen, ihre Schwankungen und ihr Zusammenspiel.
Genau hier beginnt die spannende Zeit.
Christiane Northrup beschreibt die Wechseljahre in ihrem Buch Die Weisheit der Wechseljahre nicht einfach als eine Ansammlung von Beschwerden, die möglichst schnell beseitigt werden müssen. Sie versteht diese Lebensphase als tiefgreifende körperliche und seelische Veränderung – als eine Zeit, in der eine Frau beginnen kann, ihr Leben neu zu betrachten. In ihrer Darstellung ist die Menopause sogar eine große Entwicklungsphase, in der alte Muster sichtbar werden und sich neue Möglichkeiten eröffnen können.
Und vielleicht ist genau das der Punkt, über den wir viel häufiger sprechen sollten.
Was verändert sich eigentlich hormonell?
In der Perimenopause, also den Jahren vor der letzten Menstruation, verändert sich zunächst vor allem das Zusammenspiel von Progesteron und Östrogen. Die Eisprünge werden unregelmäßiger, dadurch kann Progesteron früher und deutlicher schwanken bzw. abnehmen.
Östrogen kann dagegen zeitweise stark schwanken, bevor es nach der Menopause insgesamt deutlich niedriger wird. Auch Androgene wie Testosteron verändern sich im Laufe dieser Lebensphase. Northrup beschreibt diese Veränderungen ebenfalls als zentral für den Übergang.
Nach der Menopause produzieren die Eierstöcke weiterhin geringe Mengen bestimmter Hormone; zusätzlich entstehen Östrogene unter anderem durch Umwandlung von Vorstufen im Fettgewebe und in anderen Geweben. Es ist also nicht so, dass der Körper plötzlich „keine Hormone mehr hat“. Vielmehr verändert sich das hormonelle Milieu grundlegend.
Das kann sich bemerkbar machen: Hitzewallungen, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Veränderungen des Zyklus, trockene Schleimhäute, Veränderungen der Sexualität oder ein anderes Körpergefühl können dazugehören. Wie stark eine Frau diese Veränderungen erlebt, ist allerdings sehr individuell.
Und was bekommen wir dafür?
Christiane Northrup beschreibt genau diese Seite der Lebensmitte: Frauen beginnen, Beziehungen, Gewohnheiten und Lebensentscheidungen neu zu betrachten. Die Beziehung, die dabei am wichtigsten werden kann, ist die Beziehung zu sich selbst.
Das finde ich einen bemerkenswerten Gedanken.
Denn vielleicht ist die Wechseljahre nicht die Zeit, in der wir uns selbst reparieren müssen.
Was möchte in meinem Leben jetzt neu werden?
WAS? Vielleicht möchten Sie sich kurz die Zeit Nehmen und sich einige Gedanken notieren, die sie schon lange denken....
Was können wir für uns tun?
Die Wechseljahre dürfen ganzheitlich betrachtet werden. Neben einer medizinischen Abklärung von Beschwerden können Ernährung, Bewegung, ausreichend Regeneration, Stressreduktion und ein bewusster Umgang mit den eigenen Bedürfnissen wichtige Bausteine sein.
Auch Ayurveda kennt Pflanzen, die traditionell in dieser Lebensphase eingesetzt werden.
Shatavari – die Pflanze für die Frau
Shatavari wird traditionell besonders in der Menopause eingesetzt. Aus heutiger Sicht wird die Pflanze häufig als Phytoöstrogen bezeichnet. Sie enthält kein menschliches Östrogen, kann aber aufgrund bestimmter Pflanzenstoffe östrogenähnliche Wirkungen entfalten.
Im Ayurveda wird Shatavari traditionell zur Unterstützung der weiblichen Balance und als stärkendes Mittel eingesetzt.
Ashwagandha – Unterstützung für das Nervensystem
Ashwagandha gilt im Ayurveda als wichtiges Stärkungsmittel für das Nervensystem. Traditionell wird die Pflanze bei Erschöpfung, Anspannung, Angst, Stress und stressbedingten Beschwerden sowie bei Schlafstörungen eingesetzt.
Darüber hinaus wird Ashwagandha traditionell mit der Stärkung des Muskelgewebes und des Immunsystems in Verbindung gebracht und findet auch bei Beschwerden des Bewegungsapparates Verwendung.
Die Weisheit dieser Lebensphase
Vielleicht ist das die eigentliche Einladung der Wechseljahre:
Nicht mehr ständig gegen den eigenen Körper zu kämpfen, sondern wieder mit ihm in Kontakt zu kommen.
Zu erkennen, was uns guttut.
Alte Rollen zu hinterfragen.
Und sich zu fragen:
Was brauche ich jetzt: körperlich, seelisch und in meinem Leben?
Denn vielleicht verlieren wir in den Wechseljahren nicht unsere Weiblichkeit.
Vielleicht verlieren wir nur langsam die Frau, die wir für alle anderen sein mussten und darunter kommt eine Frau zum Vorschein, die sich selbst immer besser kennt.
Eine Frau mit Erfahrung. Mit Klarheit. Mit eigener Stimme. Und mit einer Weisheit, die sie nun in die Welt bringen kann.
Vielleicht sind die Wechseljahre deshalb nicht das Ende einer Lebensphase.
Vielleicht sind sie der Beginn einer neuen.
Und genau hier beginnt meine Begleitung
Ich begleite Frauen ab 40 ganzheitlich durch die Wechseljahre, weil diese Lebensphase weit mehr ist als eine Veränderung der Hormone. Körper, Seele, Gefühle und Lebensweise gehören zusammen.
Gemeinsam schauen wir, was Ihr Körper braucht, was Sie belastet und was in Ihrem Leben neu geordnet werden möchte.
30 Minuten kostenfreies Erstgespräch
Wenn Sie spüren, dass jetzt etwas in Ihrem Leben verändert werden möchte, lade ich Sie zu einem 30-minütigen kostenfreien Erstgespräch ein.
Wir schauen ganz in Ruhe, wo Sie stehen und welche Begleitung für Sie passend sein könnte ohne Verpflichtung.
Vielleicht ist jetzt die Zeit, sich selbst wieder zuzuhören.
Ihre Cornelia




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